April 17, 2009

Londons teuerstes Stadthaus

Die "Tarrace" am Belgrave Square ist derzeit Londons teuerste Immobilie

Die "Tarrace" am Belgrave Square ist derzeit Londons teuerste Immobilie

Eine Immobilie der besonderen Art in London ist gerade neu auf den Markt gekommen, sie soll 100 Millionen Britische Pfund kosten. Wenn dieses Stadthaus für den gewünschten Preis verkauft wird, überbietet sie den bisherigen Rekordpreis um 20 Millionen Pfund. Wie der Telegraph schreibt, wäre dies ein klares Zeichen, dass der Preisverfall für Immobilien möglicherweise beendet ist. Diese Prognose lässt annehmen, dass der Telegraph, eine ehedem gut angesehene Zeitung, wie viele andere britische Ausgaben in der letzten Zeit die Situation auf dem Immobilienmarkt schönredet, um verlorene Anzeigenkunden wieder zu gewinnen. Ausgeschlossen ist dies jedenfalls nicht, da auch einige Immobilienagenten den geforderten Preis für übertrieben halten.

Das angebotene Haus wird in England „Terrace" genannt und befindet sich am Belgrave Square, in einem der angesehensten Viertel Londons. Es ist wohl eher unwahrscheinlich, dass ein privater Investor derzeit bereit ist, einen so hohen Preis zu zahlen, aber am Belgrave Square liegen viele ausländische Botschaften. Da die Finanzkrise scheinbar viel Geld zu Banken oder in Regierungshände spielt, ist wohl ein Käufer aus diesem Bereich nicht ganz ausgeschlossen, wenngleich sicher nicht mit der UBS zu rechnen ist, weil sie dieser Tage wieder hohe Verluste gemeldet hat.

Für potentielle Interessenten hier noch einige Details zum Bau selbst: das Haus wurde in den letzten zwei Jahren komplett renoviert. Es gibt 12 Schlafräume mit 12 Badezimmern, einen Swimming Pool im Untergeschoss, einen Gymnastikraum, einen Medienraum, den „Grand Salon" sowie einen Aufzug und eine Garage für vier Autos. Die Firma Solland Developments war der Vertragspartner der Renovierungsarbeiten, ein Unternehmen, mit der besten Reputation für die erlesensten Luxusausstattungen. Dies könnte den gewünschten Preis vielleicht ja doch rechtfertigen.

Idee: Mark Knowles ; Freie Übersetzung: Astrid

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April 16, 2009

Luxusimmobilie wird Museum: Wo die deutschen Kanzler hausten …

Hier wohnten bis 1999 die deutschen Bundeskanzler

Hier wohnten bis 1999 die deutschen Bundeskanzler

Der ehemalige Kanzlerbungalow in Bonn, „das edelste Einfamilienhaus der deutschen Politik", wie die Welt titelte, wird heute, nach umfassenden Renovierungsarbeiten durch die Wüstenrot Stiftung durch den Chef des Bundeskanzleramts, den Bundesminister Dr. Thomas de Maizière feierlich als Museum eröffnet. Ab Mai soll es erstmals der breiten Öffentlichkeit zugänglich sein.

„Der Kanzlerbungalow in Bonn gehört zu den herausragenden Bauten der deutschen Nachkriegsmoderne, in dem Zeitgeschichte geschrieben wurde. Ludwig Erhard beauftragte den Architekten Sep Ruf 1963 mit der Planung des Kanzlerbungalows. Ruf entwarf eine sachlich moderne, transparente Architektur und unterstrich damit die Funktion des Hauses als Ort der Begegnung und des Gesprächs. Nach Erhard nutzten die Bundeskanzler Kurt Georg Kiesinger, Willy Brandt, Helmut Schmidt, Helmut Kohl und kurze Zeit auch Gerhard Schröder den Bungalow. Bis auf Willy Brandt und Gerhard Schröder, denen das Gebäude nur für repräsentative Veranstaltungen und Gespräche diente, hatten alle Kanzler hier ihren Bonner Wohnsitz.

Das seit dem Regierungsumzug 1999 leerstehende Gebäude wurde 2001 unter Denkmalschutz gestellt. 2005 hat die Wüstenrot Stiftung der Bundesregierung angeboten, den Kanzlerbungalow in ihr eigenes Denkmalprogramm für die Erhaltung und Revitalisierung hochkarätiger Bauten der Moderne aufzunehmen. Nach Durchführung einer Machbarkeitsstudie 2006 und Abschluss der Bauherren- und Nutzungsverträge mit der Eigentümerin (Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) hat die Wüstenrot Stiftung 2007 mit der baulichen Instandsetzung, Sanierung und Restaurierung begonnen. Die Arbeiten wurden Anfang 2009 abgeschlossen." schreibt das Haus der Geschichte, Bonn in seiner Pressemitteilung zur Eröffnung.

Der flachgedeckte Bungalow wurde als „eingeschossiges, zum Teil extrem aufgeglastes Haus ausgeführt. Einfühlsam in die fein modulierte Topographie des Parks implantiert, fügen sich zwei Atrien-Baukörper mit unterschiedlichen Höhen und Dimensionen zu einer liegenden, leicht gegeneinander versetzten Acht unter einem gemeinsamen, die Horizontale akzentuierenden Dach zusammen und durchdringen sich auf räumlich staunenswerte, dabei lässige Weise.

Inmitten des nach außen verschlossen wirkenden, verklinkerten Wohnbereichs ruht ein uneinsehbarer Pool, auf den fast alle Wohnräume ausgerichtet sind. Im Zeitalter maßstabsloser Wellnessbadewannen, die Zyklopen oder ganze Schulklassen aufnehmen können, wirkt der Pool winzig. Er ist vielleicht drei auf sechs Meter groß. Dennoch kam es zum Skandal. Wegen des Minischwimmbads wurde das Haus Erhards als "Ludwigslust" beschimpft und als "Palais Schaumbad" (es lag in Nähe des Palais Schaumburg). Erhard tat uns und seiner Zeit den Gefallen: Er schäumte vor Ärger, die Presse wurde zum Richtfest prompt wieder ausgeladen. So viel zu Transparenz und demokratischer Offenheit, die der Bau vorstellen sollte." beschreibt Gerhard Matzig in der Süddeutschen Zeitung das Gebäude.

Wer sich selbst ein Bild von der Architektur machen möchte, kann sich beim Besucherdienst des Hauses für Geschichte in Bonn für Gruppenführungen anmelden Tel.: 0228/9165-400. Für Einzelbesucher gibt es wöchtliche Führungen jeweils sonntags, um 14 Uhr. Beim Treffpunkt im Foyer des Haus der Geschichte, sollten Sie bitte Ihren Personalausweis bereithalten.

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April 12, 2009

Kino de Luxe: die ASTOR Film Lounge in Berlin

Seit Dezember letzten Jahres gibt es in Berlin eine neue Kategorie von Lichtspielhäusern: das Premium-Kino, die ASTOR Film Lounge.

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Kino der Luxusklasse: die ASTOR Film Lounge in Berlin

Wenngleich die Bildschirme zu Hause immer größer werden, so ist das Filmerlebnis in einem richtigen Kino doch etwas ganz anderes. Einen vergleichbaren Genuss erhält man wohl nur, wenn man sich einen Kinosaal zu Hause einrichtet. Falls Sie kein eigenes Kino in ihren vier Wänden besitzen, so ist die ASTOR Film Lounge eine wirkliche Alternative zum heimischen Pantoffelkino, und das von Anfang an.

Das Filmerlebnis beginnt schon mit einem Cocktail an der Bar

Das Filmerlebnis beginnt schon mit einem Cocktail an der Bar

Gäste, die mit dem eigenen PKW anreisen, geben die Schlüssel einfach ab und der Wagen wird in einem nahegelegenen Parkhaus geparkt. Der Doorman öffnet die Türen und Sie können Ihren Mantel an der Garderobe abgeben. So allem für die Vorstellung überflüssigen Ballast entledigt, genießen Sie erst einmal einen Cocktail Ihrer Wahl an der Bar im Foyer. Speisen und Getränke werden an Ihrem Platz auf einem bequem erreichbaren Tisch mit Beleuchtung serviert. Neben kleinen Snacks wie weißes Tomatensüppchen, Babypaprika mit getrüffeltem Ziegenkäse oder Kerbelaspik mit Wachtelei, wird auch geräucherter Lachs oder Rosa Lammrücken gereicht. Dazu gibt es ausgewählte Weine und selbstverständlich Champagner. So gestärkt kann der Filmspaß beginnen …

Abgesehen von den aktuellen Filmen Ihrer Wahl, die in modernster Projektions- und Tontechnik präsentiert werden, bietet die ASTROR Film Lounge ein angenehmes Ambiente, „gegen das sogar die Business-Klasse im Flugzeug bescheiden wirke", schreib Christian Mayer in der Süddeutschen Zeitung. Entspannen Sie sich einfach in den bequemen verstellbaren Ledersitzen und legen die Füße auf dem bereitgestellten Hocker hoch. Aufgrund des besonders großzügigen Reihenabstand „können sich sogar Zwei-Meter-Männer ausstrecken", wie die Berliner Morgenpost feststellte.

Falls Sie nicht nur einen Abend de Luxe in diesem Premium-Kino verbringen wollen, sondern Ihren Lieblingsfilm mit Ihrer Familie und Ihren Freunden Teilen wollen, steht das Film Lounge Team zu Ihrer Verfügung um daraus ein Ereignis der besonderen Art werden zu lassen.

Weiter Informationen finden Sie hier.

"Astor Film Lounge": Kurfürstendamm 225, 10719 Berlin, Telefon 030 - 883 85 51

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April 8, 2009

Prinz Charles attackiert Pläne für Luxusappartementanlage

Stahl- und Glas-Pavillions auf dem Gelände der Chelsea Barracks

Stahl- und Glas-Pavillions auf dem Gelände der Chelsea Barracks

Der britische Thronfolger Prinz Charles intervenierte bezüglich der Pläne einer Anlage für Luxusappartements in London - die ehemaligen Chelsea Barracks.

Prinz Charles mischt sich ein

Prinz Charles mischt sich ein

Das Gelände wurde 2007 für 959 Millionen Britische Pfund an die Firmen Qatari Diar und Candy Brothers Construction verkauft, damit lag der Preis pro Acre (1 Acre = 4046,856 m²) bei 75 Millionen Britischen Pfund. Damals sprach die Times von Großbritanniens teuerster Luxusresidenz.

Der ursprüngliche Bebauungsplan von Lord Rogers entworfen, sah 350 Luxusappartements in zehngeschossigen Stahl- und Glas-Pavillons vor. Eine lokale Anwohnervereinigung stellte sich gegen diese Pläne, die dementsprechend geändert wurden: nun sind weniger Apartments und mehr Grünflächen vorgesehen. Allerdings handelt es sich immer noch um Stahl- und Glas-Kisten, gegen die sich nun Prinz Charles wehrte. Er schrieb an den Scheich Hamad bin Jaber Jasmin al-Thani, den Premierminister von Katar und Mitglied der im Land herrschenden Familie und bat ihn, das Schema zu überdenken. Ersatzweise schlug Charles einen klassischen Entwurf von Quinlan Terry vor, der sich mehr in das Umfeld eingliedern würde.

Zum Hintergrund sollte noch erwähnt werden, dass Charles schon zuvor Anstoß an den Entwürfen von Rogers genommen hatte, als er das Design für seinen Anbau der National Gallery als „montrous carbunkle" (in etwa: monströser Karfunkel) bezeichnete.

Das Gelände der Chelsea Barracks aus der Vogelperspektive

Das Gelände der Chelsea Barracks aus der Vogelperspektive

Londons Bürgermeister, Ken Livingston und andere Regierungsmitglieder sind betroffen über die Intervention des Prinzen, an einer Stelle, an der er nicht intervenieren sollte. Darüber hinaus werden sie jedoch auch nicht begeistert von der Übernahme von Great Britain PLC durch Katar sein, da sich schon die Barclays Bank im Besitz des Königshauses von Katar befindet. Von dieser gibt es Pläne für den höchsten Turm Londons, den Shard of Glass. Darüber hinaus wurde gerade eine Gasraffinerie in Wales eben vom Königshaus Katar fertiggestellt, diese soll 20 % des zukünftigen britischen Gasbedarf decken.

Nachtigall ik hör dir trapsen …

Idee: Mark Knowles ; Freie Übersetzung: Astrid

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Kurzmeldung: Immobilien in Frankreich

Im gestrigen Artikel ging es um den Verkaufsbericht der französischen Fnaim zur Marktsituation des Immobilienbereichs des Landes. Heute wurde der 22-Seiten lange « Brief über die Konjunktur » veröffentlicht und bestätigte die Abnahme der Verkaufszahlen ebenso wie einen gewissen Preisverfall. Leider spricht der Bericht nicht gesondert über das Luxussegment im Immobilienbereich.

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April 7, 2009

Portland unterstützt den Bau von Öko-Dächern

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Portland, im Bundesstaat Oregon, möchte grüner werden und auch dazu bereit dafür Gelder zur Verfügung zu stellen. Der Stadtrat beschloss in Zusammenhang mit dem Programm „Grey to Green" während eines Zeitraums von fünf Jahren bis zu 43 Acres (knapp 180.000 m²) neue, umweltfreundliche Dächer zu schaffen.

Die Abteilung des Umweltservice machte 400.000 US-Dollar frei, um Eigenheim- und Gewerbeimmobilienbesitzer zu helfen Öko-Dach-Systeme zu bauen, die verhindern, dass große Wassermengen verloren gehen, einen Beitrag zu Verbesserung der Luftqualität leisten und auch noch helfen, Energie sparen. Die Subventionen liegen bei 5 US-Dollar pro Quadratfuss Dach eines solchen Systems. In einigen Fällen können so die Gesamtkosten der Umwandlung gedeckt werden.

Es handelt sich hierbei um die Verlängerung des Projektes, das schon im vergangenen Jahr über 9 Acres (knapp 36.500 m²) Öko-Dächer geschaffen hat.

Dies ist ein schönes Beispiel, wie gleichzeitig der Umwelt und der Wirtschaft geholfen werden kann. Politiker in anderen Ländern sollten vielleicht mal auf die Webseite von Portland schauen …

Idee: Mark Knowles ; Freie Übersetzung: Astrid

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Frankreich: Die Verkäufe für Altbauwohnungen befinden sich im freien Fall

Laut Angaben der Fnaim, gingen die Verkäufe im ersten Quartal 2009 im Vergleich zum gleichen Zeitraum im Vorjahr um 30 % zurück. Hingegen fielen die Preise nur um 1 %.

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Wie die Liberation schon gestern meldete gibt die Fnaim (Féderation nationale de l'immobilier, also die französische Dachorganisation des Immobilienbereichs) heute den Verkaufsbericht für das erste Quartal 2009 bekannt. Jedoch veröffentlichte die Nachrichtenagentur AFP bereits gestern die Zahlen. Demnach fiel die Anzahl der Transaktionen im Bereich bereits genutzter Immobilien im ersten Quartal 2009 um 30 % im Vergleich zu 2008 zurück.

Die Preise für bereits genutzte Immobilien, die bereits 2008 um 5 % gefallen waren, sanken in den ersten drei Monaten diesen Jahres lediglich um 1 % im Vergleich zum ersten Quartal 2008. Für das gesamte Jahr 2009 wird ein Preisverfall bis zu 10 % im Verhältnis zu 2008 von der Fnaim vorausgesagt. Abgesehen vom Luxussegment, sinken die Preise in Paris vermutlich nur zwischen 6 % und 7 %. Ob Luxusimmobilien preisgünstiger werden oder einen geringeren Preisverfall erleben wird hoffentlich der eigentliche Bericht der Fnaim beleuchten. Die Liberation schrieb jedenfalls nichts dazu.

Der Tendenzwechsel auf dem französischen Immobilienmarkt erfolgt nach zehn Jahren der steten Preissteigerung: 14 % waren es 2003, im Rekordjahr 2004 gar 15,5 %, 2005 immerhin noch 10,9 %, 2006 7,2 % und selbst 2007 gab es noch eine Preiszunahme von 3,6 %.

Der Mark für Immobilien im Neubausegment ist noch stärker von der Krise betroffen. Hier ging die Anzahl der Transaktionen um 37,6 % im Jahr 2008 im Vergleich zu 2007 zurück. Zusätzlich wurden 18% weniger Neubauprojekte von Februar 2008 bis Januar 2009 in Angriff genommen.

Es wird spannend sein, den vollständigen Bericht der Fnaim zu lesen …

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April 6, 2009

Die teuerster Luxuswohnung am Münchener Immobilienhimmel

Die Pläne liegen bereit, jetzt muss sie nur noch gebaut werden, die teuerste Wohnung in München …

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Wie die Süddeutsche Zeitung dieser Tage meldete, wollen Alpha Invest Projekt (AIP) und LBBW Immobilien nach Plänen des Berliner Büro Léon Wohlhage Wernik und der Landschaftsarchitektin Christiane Sörensen eine 600 m² große Penthouse-Wohnung in rund 50 Metern über der Altstadt einrichten. Sie soll ca. 12 Millionen Euro kosten. Sollte dieser Preis erzielt werden, so ist er mit Abstand der höchste in München. „Bisher lag der Rekord bei rund sieben Millionen Euro für eine Wohnung im neuen Büro- und Wohngebäude am Oberanger, in den auch der Linde-Konzern eingezogen ist.", so Alfred Dürr in der SZ. „Die Wohnung in der Müllerstraße 7 wird sich in den beiden oberen Etagen im Turm des ehemaligen Heizkraftwerks der Stadtwerke befinden. Aus der Adresse leitet sich der Name des Projekts ab - "The Seven"."

Heizkraftwerk hört sich zunächst mal nicht richtig schön an, jedoch regt ein Blick auf die Webseite die Vorstellung ganz schön an. Hier wird der atemberaubende Panoramablick gezeigt.

Auch der Werbetext der AIP klingt verlockend:

Ein Viertel zum Verlieben. Alles was man zum Leben braucht.

Die Lage von The Seven erfüllt die höchsten Ansprüche, die man an urbanes Leben stellen kann: Kulturelle Angebote von gehoben-klassisch bis zu innovativer Kleinkunst. Eine bunte Vielfalt an Feinkostgeschäften, Antiquitätenläden, Galerien und kleinen Modelabels, die entdeckt werden wollen. Natur in den eigenen Parkanlagen oder für die Joggingrunde in den nahen Isarauen. Und natürlich eine perfekte Verkehrsinfrastruktur, wie man sie von einer Millionenstadt erwarten darf."

Ebenso wird es im inneren des Gebäudes den Bewohnern an nichts fehlen. „Nach amerikanischen Vorbild wird im Eingangsbereich des Turms ein Doorman Bewohner und Gäste begrüßen sowie für die Sicherheit sorgen. In die unteren Stockwerke soll voraussichtlich ein Gesundheitszentrum mit Wellnessangeboten kommen.", beschreibt Alfred Dürr in der SZ das Projekt. Naja, und derjenige, der sich ein Penthouse für 12 Millionen Euro leisten kann, wird wohl kaum Probleme mit einer entsprechenden Luxusinnenausstattung im ganz privaten Bereich haben. ;-)

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April 2, 2009

Nicolas Cage verkauft Schloss Neidstein!

Wie viele Medien in den letzten Tagen meldeten hat Nicolas Cage sein Traumschloss, Burg Neidstein bei Etzelwang in Bayern nach nur knapp drei Jahren wieder verkauft. Nun ranken sich natürlich die Gerüchte über die Gründe …

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Der Hollywood-Star hatte im Sommer 2006 das knapp 500 Jahre alte Anwesen von der Erbengemeinschaft der Familie von Brand für eine Summe zwischen 1,7 und 2 Millionen Euro gekauft. So wurde er Eigentümer des im Jahr 1513 von Jobst von Brand(t) wieder errichteten und im 19. Jahrhundert umgebauten Schlosses in der Oberpfalz. Zu dem Gebäude mit 900 m² Wohnfläche, die sich auf 28 Räume erstreckt gehören außerdem noch 165 Hektar Wald und Wiesen, die heute Teil des Naturschutzgebietes Schergenbuck sind.

Die Burg Neidstein gehört Nicolas Cage nicht mehr

Die Burg Neidstein gehört Nicolas Cage nicht mehr

Als erster Besitzer der Anlage wird im Jahre 1119 Neipert Nitstein, ein Ministeriale der Grafen von Sulzbach genannt. Laut Wikipedia erscheint zwischen 1240 und 1243 „Rupertus de Nietstein als Reichsministeriale. Nach dem Aussterben der Herren von Neidstein wohl am Ende des 13. Jahrhunderts gelangte die Burg in die Hände anderer Adelsgeschlechter, 1326 an Ludwig den Bayern. Die Wittelsbacher verpfändeten sie an Adelsfamilien. Am 10. Februar 1466 verpfändete Herzog Ludwig die Burg an Hans von Brandt (Prantner). Die Wiedereinlösung gegen 1500 Gulden erfolgte nie, Neidstein blieb ein Mannlehen derer von Brand(t). Die Freiherren von Brand waren Eigentümer bis zum Verkauf von 2006. An sie erinnern die brennenden Äste im Gemeindewappen von Etzelwang.

Bis Juli 1973 war es von Dr. Philipp Theodor Freiherr von Brand bewohnt, der mehrere Veröffentlichungen zum Schloss vorlegte. Da er keine Kinder hatte, ging das Schloss an seinen Neffen Theodor Philipp Rudolf von Brand, Bundesrichter in den USA. Am 19. Juli 2006 kaufte der Hollywood-Schauspieler und Oscar-Preisträger Nicolas Cage das Anwesen."

Dem US-Magazin People sagte er damals sehr enthusiastisch: „Mir gefällt besonders die Architektur und der riesige Wald [...] das ist, wonach ich suche, ein authentisches und gemütliches Zuhause." Darüber hinaus spekulierte die Gala und andere Medien, er habe die Burg „vor allem wegen seiner deutschstämmigen Mutter Joy Vogelsang erworben".

Dies scheint nun alles weniger wichtig zu sein, da Cage das Schloss an den Amberger Rechtsanwalt Konrad Wilfurth verkaufte, der laut Spiegel Online schon in Kontakt mit der Gemeinde bezüglich der zukünftigen Nutzung getreten sei. Zuvor war Wilfurth wohl Cages Berater, insbesondere bei der Renovierung der Anlage. Die von Heinrich Schwirzer vorgelegten Sanierungspläne waren nach Angaben der Süddeutschen Zeitung im April 2008 vom Etzelwanger Gemeinderat genehmigt worden. „Im Herbst waren die Grundmauern trockengelegt worden. Cage selbst hatte das Schloss angeblich zuletzt am Pfingstsamstag vergangenen Jahres mit dem Hubschrauber angeflogen, war seitdem aber nicht mehr in der Oberpfalz gesehen worden."

So hat Cage wohl sein Traumschloss zuletzt gesehen ...

So hat Cage wohl sein Traumschloss zuletzt gesehen ...

Jetzt spekulieren die Medien darüber, ob auch Nicolas Cage in den Strudel der Finanzkrise gezogen wurde. Auch könnten die nicht vollständig realisierbaren Umbaupläne zu der Entscheidung beigetragen haben. Obdachlos wird Cage aber sicher nicht, der bekennende Immobilienfan besitzt weitere Eigenheime in Los Angeles und Louisiana, ein Anwesen im englischen Bath und das LaLaurie-Haus in den USA, in dem er jedoch laut Gala nicht übernachtet, da er sich vor Spuk fürchtet.

Photonachweis: hier und hier

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April 1, 2009

Die Saga vom Verkauf der Villa Leopolda an der Côte d'Azur geht weiter!

Das Schicksal der Villa Leopolda bleibt weiterhin ungewiss

Das Schicksal der Villa Leopolda bleibt weiterhin ungewiss

Im letzten August wurde die Villa Leopolda, wie unser amerikanischer Schwesterblog damals berichtete für 500 Millionen Euro verkauft. Später wurde ein Verkaufspreis von nur 365 Millionen Euro gemeldet, jedoch blieb der Name des Käufers noch geheim, wenngleich es Gerüchte gab, die besagten, dass es Mikhail Prokorov war.

Dies schien zunächst noch recht unwahrscheinlich, da Prokorov geschworen hatte nie wieder einen Fuß auf französisches Territorium zu setzen, nachdem er wegen einer Geschichte mit Prostituierten dort 2007 festgenommen worden war. Später hatte sich herausgestellt, dass er die Freudenmädchen mit Luxusgütern bezahlte, wie beispielsweise Taschen von Louis Vuitton. Da es keine Bezahlung in Bargeld gab, musste die Anklage fallen gelassen werden.

Die Bestätigung von Prokorov als Käufer wurde im Februar diesen Jahren offensichtlich, da er sich gezwungen sah, vom Kauf zurückzutreten. Allerdings forderte er trotz eindeutiger gegenteiliger gesetzlicher Bestimmungen die Anzahlung von 39 Millionen Euro zurück. Indirekt wurde damit auch die Kaufsumme bestätigt, weil das französische Gesetz 10 % des Gesamtpreises als Anzahlung vorsieht, die unter gewöhnlichen Bedingungen nicht zurückgezahlt werden.

Es scheint sich bei diesem Vorgang jedoch nicht um einen ganz gewöhnlichen Kaufvertrag zu handeln, abgesehen von der ungewöhnlich hohen Kaufsumme. Mit dem vereinbarten Preis argumentieren auch die Anwälte Prokorov's und dies mit einer gewissen Erfolgsaussicht. Gerüchten zufolge berufen sie sich auf SAFER, die französische Gesellschaft für Grundbesitz, die scheinbar einen geringeren Preis als den im Vertrag genannten für die Leopolda angegeben hatte. Dies ist insofern problematisch, da der Französische Staat in vielen Fällen ein Vorkaufsrecht hat. Ist er interessiert, muss er den zuvor vereinbarten Kaufpreis zahlen. Wäre dies bei der Leopolda der Fall gewesen, hätte es sicher Einwände wegen Wucher gegeben.

Im Fall der Villa Leopolda gab es jedoch kein staatliches Interesse. Allerdings hat SAFER erklärt, dass der von ihnen ermittelte Wert substantiell von dem im Vertrag genannten Verkaufspreis abweicht, was im Normalfall nicht ungewöhnlich ist, um Steuern zu sparen.

Lily Safra, die derzeitige Besitzerin der Luxusvilla, ließ verlautbaren, dass sie die Argumentation des russischen Oligarchen absurd findet und daher keinen Anlass sieht, ihn aus dem Kaufvertrag zu entlassen. Diese Position ist sehr verständlich, da Lily Safra ihr Anwesen ursprünglich gar nicht verkaufen wollte und erst nach langwierigen Verhandlungen einwilligte. Das hohe Angebot wird sicher dazu beigetragen haben. Dennoch war wohl geplant, die Summe für medizinische Zwecke zu spenden. Zwischenzeitlich hat Mme Safra und ihre Angestellten die Villa Leopolda verlassen und geräumt. Nun steht das Anwesen leer und wartet auf die gerichtliche Entscheidung.

Idee: Mark Knowles ; Freie Übersetzung: Astrid

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