September 26, 2008
Luxusimmobilien in Frankreich: einmaliger Besitz auf Insel vor Cannes verkauft
Während das Wall Street Journal ständig neue Hiobsbotschaften bringt, gibt es immer noch Rekordverkäufe im Immobilienbereich, diesmal in Südfrankreich:
„Le Grand Jardin", Ile Sainte Marguerite, Côte d'Azur
Der indische Millionär Vijav Mallya kaufte die einzige Luxusimmobilie auf der Insel St. Marguerite Diese Insel ist größte der Lérins-Inseln vor der Küste von Cannes. Der Besitz ist als „Le Grand Jardin" also der große Garten bekannt. Der geschätzte Preis liegt zwischen 37 und 43 Millionen Euro.
Offensichtlich war der einzige Grund, den Preis in nicht noch astronomischere Höhen zu befördern das Fehlen einer privaten Bootanlegestelle. Dennoch gab es wohl genügend Kaufinteressenten, insbesondere russische Oligarchen, bei denen die Côte d'Azur seit Jahren sehr beliebt ist. Nichtsdestotrotz ist der letztendliche Käufer ein Inder, Vijav Mallya. Die Regionalzeitung Nice Matin vermutete dann auch, dass Herr Mallya den Zuschlag deshalb erhielt, weil er ein „besonderes" Verhältnis zur französischen Regierung besitzt und zusätzlich durch seine Fluggesellschaft Kingfisher einer der besten Kunden von EADS-Airbus ist … kein Kommentar.
Immerhin zählt die Insel St. Marguerite wohl zu den attraktivsten Gebieten für Immobilieninvestoren an der Côte d'Azur. Wenngleich es tagsüber eine regelmäßige Fährverbindung gibt, ist die Insel doch autofrei und gegen Abend müssen die Touristen wieder aufs Festland zurück. Darüber hinaus ist die kleine Insel historisch interessant: im Fort Royal, einer ehemals königlichen Festung war seinerzeit einer der bekanntesten Gefangenen Frankreichs inhaftiert, der Mann mit der Maske.
Auch der eigentliche Besitz „Le Grand Jardin" ist nicht zu verachten: es ist der einzige Privatbesitz im Herzen der Insel. Es gibt einem großen angelegtem Garten „Le Jardin du Roi", also dem Garten des Königs. Darin befinden sich drei Gebäude: das Gouverneurshaus, das Pächterhaus und ein Turm. Zusätzlich ist das ganze von einer Mauer umgeben, die auf betreiben von Kardinal Richelieu entstand, Privatsphäre muss sein.
Eigentlich stand das Anwesen bereits seit 1990 zum Verkauf, jedoch mussten bestimmte Richtlinien geschaffen werden, um das historische Terrain und die Bauten zu schützen. So ist wohl der einzige Wehmutstropfen für Herrn Mallya, das er seinen neuen Besitz nicht umbenennen darf.
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