November 6, 2008
Auktion von Designer-Lampen: „Erleuchtet!“
Haben Sie gerade Ihre Traumimmobilie gefunden und möchten sie nun nach Ihrem Geschmack mit ein paar Highlights versehen? Brauchen Sie in Ihrem vertrauten Heim einen kleinen Lampenwechsel, um es in neuem Glanz erstrahlen zu lassen? Dann ist die Auktion „Höhepunkte der Design-Geschichte V - 'Erleuchtet!'" bei Quittenbaum, München für Sie auf jeden Fall ein Must!
Alljährlich veranstaltet das Kunstauktionshaus Quittenbaum eine Auktion mit besonders hochrangigen Objekten aus dem Bereich Design. Die diesjährige Versteigerung am 10. November steht unter dem Motto „Erleuchtet". Zuvor werden die rund 200 Objekte im Haus der Kunst in München präsentiert (ab Samstag, den 8. November). In diesem Jahr gibt es vor allem Lampen und Leuchten von 1880 bis in die Gegenwart zu sehen.
Die ältesten Beleuchtungskörper stammen eben aus der Zeit nach 1880, da gerade die Glühbirne entwickelt wurde. Zu den ersten Designern gehörten Louis Comfort Tiffany, Emile Gallé und Josef Hoffmann. Modernistische und für die industrielle Massenproduktion geschaffene Lampen von den Bauhausgestaltern stammen aus den 1920-er und 30-er Jahren. Mit dem Aufschwung der Nachkriegszeit, wurde dann wieder stark experimentiert. In den 1950-er Jahren übernahmen italienische Designer wie Gino Sarfatti eine führende Rolle im Beleuchtungsbereich. In den 1960-er Jahren wurden neue Kunststoffe entwickelt. Diese boten Gestaltern wie Joe Colombo, Gae Aulenti oder Superstudio noch mehr Möglichkeiten. In den 1980-er Jahren wurde die Grenze zwischen Kunstwerk und Beleuchtungskörper allmählich aufgehoben, beispielsweise bei Gaetano Pesces Leuchtskulptur „Airport" aus dem Jahr 1986. Die Historie des Lampendesigns wird bei Quittenbaum durch Modelle von Ingo Maurer, Matteo Thun und Franz West abgerundet.
So bietet die Auktion wirklich für jeden Geschmack etwas. Sei es die Tischlampe „Daffodil" aus den Tiffany Studios, um 1901 (Schätzpreis 28.000 €), oder die vier Leuchtelemente „Spiegel" des Künstlers Verner Panton (Schätzpreis 5.000 €). Die Tischlampe „281 Acrilica" von Joe Colombo (Schätzpreis 2.000 €) mag ebenso Begehrlichkeiten wecken, wie der Lampenständer für Jean-Michel Frank" von Alberto Giacometti (Schätzpreis 18.000 €). Besonders schön anzusehen ist auch die deutsche Jugendstil Stehlampe von Richard Riemerschmid, um 1900 (Schätzpreis 20.000 €), die französische Jugendstil Tischlampe „Anémones" der Daum Frères, um 1905 (Schätzpreis 14.000 €) oder die "Zwanzig ‚CP-1'-Wandlampen" von Charlotte Perriand, von 1960. Diese sollen trotz Kratzspuren im Lack 12.000 € einbringen. Aber dafür hat man dann auch ein echtes französisches Designerstück.
Die Vielfältigkeit ergibt sich auf jeden Fall durch die lange Zeitspanne, die durch das Angebot abgedeckt wird. Da fällt die Auswahl schwer. Wie wäre es denn, einen Raum dem Jugendstil zu widmen, den nächsten dem Skandinavischen Design und vielleicht noch einen anderen dem Bauhaus. Die passenden Möbel lassen sich sicher auch dazu finden. Sei es bei Quittenbaum, oder anderen Anbietern.



