November 7, 2008

Donald Trump erhält die Genehmigung für ein neues Mega-Golfplatzressort in Schottland

Donald Trump will in Schottland Golf spielen

Donald Trump will in Schottland Golf spielen

oder: Wer bauen will muss hartnäckig sein!

Trotz der Poteste lokaler Umweltschutzgruppen, hat die Schottische Regierung letztendlich doch Donald Trump die Erlaubnis zum Bau seines Mega-Golfplatzressorts erteilt. Das, was der US-Immobilienunternehmer gerne als einen der „besten Golfplätze in der Welt" umschreibt, wird eine Anlage in einem bisher fast unbebauten Gebiet in Aberdeenshire, mit zwei Golfplätzen, 1000 Luxus-Appartements und einem 450-Zimmer-Hotel.

Trumpgolf oder Umwelt?

Trumpgolf oder Umwelt?

Ursprünglich war das Projekt vom Aberdeenshire Council abgewiesen worden. Nun Entschied die Schottische Regierung, das Votum der Bezirksregierung zu übergehen, um einen Zeichen für wirtschaftliche und soziale Entwicklung zu setzen. Dementsprechend wurde die Genehmigung auch gerechtfertigt: sie gäbe ein klares Signal an die internationale Gemeinschaft, dass Schottland in diesem schwierigen wirtschaftlichen Zeiten, offen für Business sei.

Hingegen kritisierte der Verband des Scottish Natural Heritage das Desinteresse an den Auswirkungen, die der Bau des Ressorts in dem nun gefährdeten Dünensystem haben wird. Die sozialen und wirtschaftlichen Nutzen würden wichtiger als die Natur eingeschätzt.

Trotz der Kritik von Umweltschutzverbänden können Investoren die Entscheidung als positiv ansehen. Die Schottische Regierung hat damit klar gemacht, dass sie bereit ist ökonomische Interessen vor ökologische zu stellen, selbst wenn Gesetze dazu geändert werden müssen. Das betroffene Gebiet war zuvor durch ein Gesetz vor solchen Bauvorhaben geschützt. Dementsprechend gibt es geraumer Zeit eine aufgeheizte Diskussion zwischen der Bezirksregierung von Aberdeenshire, Umweltschutzgruppen und Herrn Donald Trump. Dabei wäre es laut dem Scottish Wildlife Trust möglich gewesen, einen Golfplatz zu bauen, der auch den Naturschutz beachtet hätte. Immerhin gibt es (noch) soziale Auflagen, die bei dem Projekt berücksichtigt werden müssen. Neben Golfplätzen, Luxusappartements, Hotel, Wellnessbereich und Konferenzzentrum sollen auch 500 Eigenheime entstehen. Davon müssen immerhin einhundert erschwinglich sein. Was auch immer das genau bedeutet.

Aberdeenshires unberührte Lanschaft soll zum Golfressort werden

Aberdeenshires unberührte Lanschaft soll zum Golfressort werden

Donald Trump war eindeutig zufrieden mit der Entscheidung und bekräftigte, dass die aktuelle Finanzkrise ihn nicht daran hindern wird, so weit und schnell wie möglich voranzukommen. Hoffentlich hat er da die Rechnung nicht ohne den Wirt gemacht! Die Genehmigung gilt zunächst nur für die Planung. Vor dem eigentlichen Baubeginn muss die Bezirksregierung von Aberdeenshire noch prüfen, ob die Umweltschutzbedingungen eingehalten werden.

Zusätzliche Probleme könnten noch von den „störrischen" Anwohnern kommen. Beispielsweise erklärte Michael Forbes, Besitzer einer kleinen Farm in Mitte der geplanten Ressortfläche, er würde niemals an Trump verkaufen. Auch stellt sich letztendlich die Frage, ob das Golfressort, wenn es denn fertig gestellt wird, noch genügend Kundschaft findet. Wie beschrieben handelt es sich um ein wirklich großes Projekt, vergleichbar dem, von Tiger Woods in Mexiko. Bedingt durch die Wirtschaftkrise könnte es längerfristig weniger Menschen geben, die sich Aufenthalte in den vielen Luxusressorts der Welt leisten können.

Idee: Mark Knowles, Übersetzung: Astrid

Filed under Golfressorts by Astrid

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