November 17, 2008
Das Castillo von Biniés, in der Provinz Huesca, Aragonien, Spanien
Das Castillo von Biniés liegt in einer Höhe von 681 m in den Spanischen Pyrenäen. So wäre sie denn auch ehr als Wintersportdomizil geeignet, als für mediterranes farniente, wie man es sich vom Norden aus vorstellt, wenn die Rede von Spanien ist.
Die Skistationen Candanchú, Formigal und Astún liegen in Umkreis von 50 km. Aber auch im Sommer hat die Landschaft ihren Reiz: für sportliche Aktivitäten, wie Golf, Jagen, Reiten, Paragliding und Fischen ist sie ausgesprochen geeignet. Aber auch die einmaligen Ausblicke auf die Bergszenerie und die tiefen Täler sind atemberaubend.
Hervorragend lässt sich der wundervolle Ausblick von der Burg des kleinen Ortes Biniés genießen. Sie wurde auf einem Felsen gebaut, der bis ins Tal des Flusses Veral hinunterreicht. Aber nicht nur der Ausblick ist verführerisch! Die gesamte Anlage mit ihrer bewegten Geschichte sollte bei Liebhabern von historischem Ambiente gepaart mit Luxus für Herzklopfen sorgen.
Ursprünglich wurde das Castillo als Residenz für eine adlige Familie im 11. Jahrhundert erbaut. Wie die massiven Türme noch heute bezeugen, diente sie Verteidigungszwecken in der zu dieser Zeit strategisch wichtigen Region. Ramiro I. von Aragonien hatte es sich zur Aufgabe gemacht, die Mauren aus seinem Land zu vertreiben. Nach der Vereinigung Aragoniens mit Katalonien 1164 wurde es ein wenig ruhiger in der Gegend, da sich die damaligen Herrscher mehr auf die Erweiterung ihres Königreiches in Richtung Süden orientierten. Infolge von Erbstreitigkeiten und dem Kompromiss von Caspe erhielt der kastilientreue Felipe de Urriés 1413 die Burg und die Macht über das dazugehörige Dorf. Bis mindestens 1610 ist der Verbleib bei der Familie belegt. Bis ins 19. Jahrhundert blieb die Anlage in den Händen der Herren von Biniés.
Zwischen 1996 und 1998 wurde das gesamte Castillo restauriert und den modernen Standards angeglichen. Neben einer Ölheizung, Telefon, Satelliten-Fernsehen wurde auch ein Whirlpool eingebaut. Mittlerweile gibt es auch ein ADSL-WIFI.
Die bewohnbare Fläche der Burg beträgt 890 m² mit einem Garten von 211 m². Neben den drei vollständig erhaltenen und nutzbaren Türmen, gibt es zusätzlich eine Turmruine, die gesichert ist. Diese Turmruine lässt die Anlage in pittoreskem Glanz erscheinen. Die vier mächtigen Türme gruppieren sich um den zentralen Waffenhof. Der Hauptwohntrakt ist in Richtung Süden gelegen. Die meisten Räume haben große Fensteröffnungen aus der Renaissance, die den Räumen innerhalb der massiven Mauern viel Licht spenden. An der Ostseite gibt es eine kleine Kapelle mit interessanten Fresken von 1582.
Falls Sie Interesse an diesem einmaligen denkmalgeschützten Castillo in Aragonien haben, können Sie sich hier weitergehend informieren (in Englisch) und über die Agentur Carlos Morante García Kontakt mit dem derzeitigen Besitzer aufnehmen.
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