November 19, 2008
Luxustrends: Das 30 Millionen Dollar Barbiepuppenhaus
Als ich letzte Woche auf unsere englischsprachige Schwester-Webseite schaute traf, mich fast der Schlag: In Shanghai wurde dieser Tage das „House of Barbie" eröffnet! Trotz Finanzkrise scheint es immer noch einen Markt zu geben, der noch weiter expandiert: die gehobene Luxusklasse! Aber das ist es nicht allein: selbstverständlich habe ich als kleines Mädchen auch mit Barbiepuppen gespielt, aber irgendwann habe ich auch damit aufgehört. Dennoch scheint es so zu sein, dass die Zielgruppe, die die neue Luxusimmobilie in Shanghai anspricht, nicht etwa kleine Mädchen sind, sondern ehr große, zudem mit dem nötigen Kleingeld. Aber entscheiden Sie selbst:
Die Firma Mattel hat gerade 30 Millionen US-Dollar (knapp 24 Millionen Euro) dafür ausgegeben, um ein Haus, oder sollte ich lieber sagen einen Erlebnisbereich? rund um Barbiepuppen einzurichten. Die Eröffnung wurde mit der Vorstellung zweier neuer Barbies doppelt gefeiert. Die erste Puppe ist die Shanghai-Barbie, die zweite ihre Freundin, die asiatisch angehauchte Barbie Nr. 233.
Auf einer Fläche von 3.400 m² können Barbie-Fans sich nun erfreuen. Die Adresse 550 Huai Hai Lu gehört zu einem der bedeutendsten Shopping-Vierteln von Shanghai. Die Neueröffnung wird mit dem Slogan „We believe in Girls' dreams" (Wir glauben an Mädchenträume.) beworben … und Träume, insbesondere neue sind wohl angesichts der aktuellen Lage oftmals nötig. Die alten zerbröseln ja gerade.
Ich vermute mal, ohne Mattel zu nahe treten zu wollen, dass der Slogan allerdings schon vor der Finanzkrise kreiert wurde, ebenso wie das gesamte Konzept des neuen „House of Barbie". Ansonsten wäre die Eröffnung zu diesem Zeitpunkt wohl doch ehr zynisch als passend gewählt anzusehen.
Aber nun will ich doch noch kurz erzählen, was auf den 3.400 m², die ausschließlich diesem fast 50 Jahre alten Girly gewidmet sind, zu finden ist. Es ist nämlich keineswegs so, dass es sich um ein überdimensioniertes Puppenhaus handelt, sozusagen eine Luxusimmobilie für Barbies. Ein wichtiger Teil geht mit dem Slogan einher, was Mädchen wünschen (sollten): Shopping! Der Kaufhausbereich eröffnet auch die Möglichkeit, für einen Tag Modeschöpfer, oder viel mehr Modeschöpferin zu sein. Entwerfen Sie Ihren eigenen Barbie-Stil! Es gibt einen Laufsteg, auf dem weltbekannte Designer ihre Kreationen vorstellen können. Im Wellnessbereich, lässt es sich vor, während oder nach dem Einkauf sicher gut entspannen. Anschließend geht es dann noch zum Photoshooting mit Barbie.
Die Zeit wird zeigen, ob dieses Luxuskonzept für kleine oder große Mädchen aufgeht, insbesondere in anbetracht des aktuellen Rezensionsklimas. Falls Sie nicht so wie ich aufgehört haben Barbiepuppen zu lieben, und wollen, dass Ihre Träume ernst genommen werden, dann schauen Sie doch mal auf die Webseite des Barbie-Homes!
Idee: Mark Knowles; frei übersetzt von: Astrid
Photos: www.flickr.com (1 & 2)




