December 12, 2008
Einmaliger Diamant für Rekordpreis verkauft!
Obwohl es der Immobilienwelt, auch im Bereich der Luxusimmobilen im Moment recht schlecht geht, scheint es, dass die Nachfrage für seltene Diamanten so hoch ist wie immer. Das Auktionshaus Christie's verkaufte gerade den Blauen Wittelsbacher Diamanten für den Rekordpreis von 16,4 Millionen Englischen Pfund.
Der Diamant erzielte damit eine Summe weit über dem angegebenen Schätzpreis von 9 Millionen Englischen Pfund. Der Londoner Nobel-Juwelier Laurence Graff aus der Bond Street, ersteigerte dieses historisch bedeutsame Stück von 35,56 Karat. Der Stein zierte europäische Monarchen für Jahrhunderte. Seine Farbe und seine Klarheit wurden oftmals mit der des Hope-Diamanten verglichen.
Nachdem König Philipp IV. von Spanien in den Besitz des edlen Schmuckstückes gekommen war, schenkte er es seiner Tochter Margarita Teresa als Teil ihrer Aussteuer. Der spanische Hofmaler Diego Velazquez verewigte höchstwahrscheinlich das gute Stück um 1659 auf dem Porträt der Infantin. Nach dem Tod Margarita Teresa 1673 erhielt Leopold I. von Österreich, ihr Gatte den Stein. Bis 1722 blieb er in dieser Familie. Dann ging er an das Haus Wittelsbach, da die Enkelin Leopolds Karl Albrecht von Bayern ehelichte. Bis 1918 war der Blaue Diamant in der Bayrischen Krone zu bewundern und wurde zuletzt bei der Beisetzung Ludwigs III. von Bayern gesehen.
Nach dem Ersten Weltkrieg galt das glitzernde Kleinod als verschollen und tauchte erst 1931 wieder auf, als Christie's vergeblich versuchte es zu versteigern. In den 1960-er Jahren beauftragte die Familie Goldmuntz den Juwelier Joseph Komkommer den Diamanten zu teilen. Dieser erkannte jedoch die historische Bedeutung des Steins und verweigerte die Durchführung der Arbeit. Anstatt dessen kaufte er unter mithilfe einiger anderer Investoren das gute Stück. So gelangte der Wittelsbacher Diamant in eine Privatsammlung. Gerüchte besagen, einer der Miteigentümer sei Helmut Horten gewesen, der das Schmuckstück seiner Frau zur Hochzeit schenkte. Ob es Frau Horten war, die den Stein nun versteigern ließ, ist ungewiss.
Idee: Mark Knowles; Freie Übersetzung: Astrid




