January 8, 2009

Trump Casinos in Schwierigkeiten – schon wieder!

trump-marinaDie Kreditkrise hat auf einige Branchen größere Auswirkungen als auf andere, insbesondere auf die Glückspielindustrie. Der erste Fall scheint die Trump Entertainment Resorts Inc.

Der Besitzer dreier Casinos in Atlantic City erhielt eine Frist bis zum 21. Januar, um seine Schulden neu zu strukturieren. Wenn dies nicht gelingt, könnte das Unternehmen Insolvenz anmelden müssen, mal wieder. Es wäre der dritte Konkurs seit Donald Trump die drei Casinos in eine Aktiengesellschaft umwandelte. Betroffen sind das Taj Mahal, Trump Plaza und Trump Marina.

Für Trump Marina gab es einen Kaufvertrag mit Richard Fields von Coastal Development, jedoch wird der Vertrag wohl nicht eingehalten, da es keine Finanzierung gibt.

Wie unser amerikanischer Schwesterblog im Dezember berichtete konnte Trump Entertainment Anfang Dezember Schulden in Höhe von 53,1 Millionen US-Dollar nicht zahlen und erhielt einen 30-tägigen Aufschub, um eine Finanzierung zu finden. In der letzten Dezemberwoche konnte das Unternehmen eine Stundung aushandeln.

Am 30. September 2008 war die Gesamtverschuldung des Konzerns 1,72 Billionen US-Doller. Heute ist sie vermutlich höher.

Die wachsende Konkurrenz aus New York und Pennsylvania, gepaart mit der Finanzkrise bewirkt fallende Umsatzzahlen für die Casinos in Atlantic City. In den ersten elf Monaten des Jahres 2008 gingen die Einnahmen um 6,7 % zurück. Es war das zweite Jahr mit Einbußen in Folge, nach 28 Jahren Wachstum.

Ein Analyst sagte, Trump Entertainment würde den Obligationsbesitzern einen Schuldenaustausch anbieten. Falls diese nicht darauf eingingen, bedeutete dies den Bankrott für das Unternehmen. Weiter merkte er an, Trump könne die Ausgaben nicht so schnell minimieren, wie die Verluste der drei Casinos anstiegen. Hinzu käme dass der Verkauf von Trump Marina nicht gesichert sei, da es derzeit schwierig sei eine Finanzierung zu finden.

Donald Trump selbst hält aufgrund der letzten beiden Konkurse nur 25 % des Unternehmens. Jedoch sind immer noch nicht alle daraus resultierenden finanziellen Verpflichtungen bezahlt.

Idee: Mark Knowles; Freie Übersetzung: Astrid

Filed under Blog, Trends by Astrid

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