January 15, 2009
Köln: Ab Montag stehen die Zeichen auf Design
Ab kommenden Montag (19.01.) wird Köln für eine Woche zum Design-Mekka.
Es ist der Startschuss ins internationale Möbeljahr 2009, gleich mit drei Ausstellungen zum Thema Innenausstattung. Die sicher wichtigste Veranstaltung ist die „imm cologne“ auf dem Kölner Messegelände. Sie gilt als die weltweit führende Einrichtungsmesse. Nun mittlerweile seit 20 Jahren gibt es parallel zur imm cologne die „Passagen“. Über die ganze Stadt verteilt werden in Galerien, Geschäften und anderen originellen Orten neue Ideen für die Innenausstattung vorgestellt. In diesem Jahr hinzugekommen ist die „designers fair“. Im RheinTriadem zeigen unabhängige Designer Interieur-Accessoires.

Ab Montag stehen die Zeichen in Köln auf Design
Wenngleich die imm cologne schon am Montag eröffnet, so ist sie jedoch bis zum 23. Januar nur für Fachbesucher zugänglich. An den letzten beiden Veranstaltungstagen können dann auch alle anderen am aktuellen Innendesign Interessierte sehen, wohin die Trends gehen.

Die Tageslichtlampe von Eero Aarnio ist schön und nützlich
Schon der auf der Webseite veröffentlichte Highlight-Katalog gibt einen Vorgeschmack davon, was die über 1.000 Aussteller aus 50 Ländern zu bieten haben. Top-Aussteller, internationale Designstars und kreative Newcomer zeigen, wo die neuen Trends liegen. Wie in jedem Jahr wird die Reise nach Köln gleichzeitig eine Reise durch die komplette Einrichtungswelt.
Da gibt es zum Beispiel INNOJOK OY, eine Tisch- und Tageslicht-Therapielampe, die gerade in der dunklen Jahreszeit die Vitalität und das Energieniveau steigert. Wenig erstaunlich kommt ein solches Gerät aus Finnland. Der Designer Eero Aarnio hat diese innovative Lampe entworfen. Abgesehen vom Tageslichteffekt sieht sie auch noch dekorativ aus und eignet sich gut zum Lesen.

Im „Low-Pad-Bed-Ambiente“ von Peter Maly können Sie es sich gemütlich machen
Ebenfalls praktisch und vielseitig ist die „Moon Sitzlandschaft“ von Tom d.d. aus Slowenien. Dank seines beweglichen Elements lassen sich einerseits solche Figuren
wie Halbmond bilden und andererseits kann „Moon“ als Einzel-, Zweisitz oder Sofa benutzt und in einen Kleintisch oder ein Bett (1 m x 2 m) umgeformt werden. Wer es lieber einrichtiges Bett mag, könnte es sich im „Low-Pad-Bed-Ambiente“ von Peter
Maly gemütlich machen. Das urBonfire sorgt zusätzlich für Lagerfeuerromantik im wohlig warmen Luxusheim. Gespeist wird die von einem feuerfesten Glaszylinder umhüllte Flamme durch ruß- und geruchsfrei abbrennendes Bio-Ethanol. Aufgrund der kompakten Größe lässt sich die Feuerstelle je nach Bedarf drinnen oder draußen entflammen.

Etwas ausgefallen ist die Kommode „Cabinet ontwerpduo“
Recht ausgefallen kommt hingegen die Kommode „Cabinet ontwerpduo“ daher. Im Ursprungsdesign wäre das Möbelstück ehr als traditionell einzustufen. Da es jedoch wie durch einen Zerrspiegel betrachtet ausgeführt ist könnte sie zum eindrucksvollen Blickfang in Ihrer Luxusimmobilie avancieren.
Es gibt 190 Einzelausstellungen, in denen klassische Solitäre und junge Netzwerke, internationale Designer und Hersteller, Newcomer, Designinstitutionen, Architekten, Händler und Vermittler zeigen, wie zukünftige Innenräume gestaltet werden könnten.
Als die Passagen vor zwanzig Jahren initiiert wurden, waren sie in erster Linie Schaubühne für junge Designer die weder Produzenten, noch Verkaufs- und Vertriebsmöglichkeiten hatten. Diese sind auch in diesem Jahr wieder zu finden, jedoch gesellen sich mittlerweile auch renommierte Möbelhersteller wie Bulthaup und Habitat hinzu.
Da es fast unmöglich ist alle Einzelausstellungen zu besuchen, gibt es das kostenlose Passagen-Heft, inklusive Stadtplan. Hier finden Sie einen Überblick aller Schauen samt Beschreibung, damit Sie eine individuelle Auswahl treffen können.
Als Gegenpol der gestreuten Präsentation der Passagen versteht sich die designers fair als konzentrierte Messe. Die Ausstellungsstücke stammen allesamt aus kleinen Produktionen und werden direkt von ihren Designern präsentiert. Im Rheintriadem auf der der Messe gegenüberliegenden Rheinseite, ist diese Schau fußläufig von der imm cologne aus zu erreichen. Jedoch gibt sie sich in diesem Jahr noch etwas weniger international. Sie will sich zum Auftakt bewusst auf junge deutsche Designer konzentrieren. Es gibt jedoch schon einen Ausblick auf die kommenden Jahre, in der auch junge Talente über die nationalen Grenzen hinweg gezeigt werden sollen: eine Sonderschau mit dem Titel „surface“ präsentiert Arbeiten von Absolventen der Eindhovener Design Academy.
Dass sich diese Messe als gewisses Gegengewicht zur imm cologne sieht, wird auch durch die Öffnungszeiten deutlich. Die designers fair beginnt bereits am Sonntag, den 18. mit einem Soft Opening von 15 bis 21 Uhr. Während die große Schwester auf dem Kölner Messegelände ihre Tore morgens bereits um 9 Uhr öffnet und schon um 18 Uhr wieder schließt, beginnen die Nachwuchskünstler täglich erst um 11 Uhr mit ihrer Präsentation, bleiben aber dafür auch bis 22 Uhr. Nur am letzten Sonntag der Veranstaltung ist auch im Rheintriadem um 18 Uhr Schluss. Im Gegensatz zur imm cologne ist der Eintritt der designers fair übrigens frei.
Filed under Design, Interieur, Luxusmesse by Astrid
