January 21, 2009
Düsseldorf: Luxus geht auch in Krisenzeiten!
Am vergangenen Samstag öffnete die boot 2009 in Düsseldorf ihre Pforten. Noch bis Sonntag, den 25. Januar können Sie auf der wichtigsten Messe der Welt für den Bereich Boot- und Wassersport alles finden, was das Herz begehrt. 1.641 Aussteller aus 57 Ländern zeigen in 17 Messehallen große Yachten, kleine Jollen, Tauch- und Angelsportausrüstungen, Surfsportbedarf, Bootsausrüstungen, maritime Dienstleistungen und die schönsten Destinationen für den nächsten Wassersporturlaub. Wenngleich die Rahmenbedingungen für die 40. boot aufgrund der Finanzkrise schwieriger sind, lassen sich die Aussteller wohl wenig davon beeindrucken.

Ralf Schumachers "Bandido 75"
Die wirklich großen Schiffe liegen in Halle 6 vor Anker. Aber die beiden Highlights sind schon verkauft, das eine davon allerdings schon im Vorjahr. Auf der boot 2008 hatte Ralf Schumacher die „Bandido 75“ bestellt. Nun ist sie zu besichtigen! Die knapp 24 Meter lange Luxusyacht des Rennfahrers kostet um die 4,4 Millionen Euro. Dafür stattete das Familienunternehmen Drettmann die „Tiger Rose“ aber auch ganz nach dem Geschmack des neuen Inhabers aus. Auf einer Fläche von ca. 400 Quadratmetern gibt es drei bis vier Kabinen, plus Unterbringungsmöglichkeiten für die Crew. Was natürlich für Ralf Schumacher nicht fehlen darf, ist eine Garage.

... oder soll es doch lieber die "Bandido 90" sein?
Hoffen wir, dass Ralf und seine Frau Cora den Kauf nicht bereuen, wenn sie die große Schwester der „Bandido 75“ neben ihrer neuen Luxusyacht sehen. Es ist die 210 Tonnen schwere „Bandido 90“! Mit rund 28 Metern Länge und einer Breite von 7,70 Metern, ist es die größte Yacht auf der Messe. Mit einem Preis von 7,35 Millionen Euro ist aber sie auch ein wenig kostspieliger. Dennoch hat die Luxusyacht laut Spiegelbericht schon einen Käufer aus Deutschland gefunden. Falls auch Sie gefallen an der „Bandido 95“ gefunden haben, sollten Sie sich also an die Firma Drettmann wenden. Sie ist sicherlich gerne bereit, ein weiteres Prachtexemplar für Sie anzufertigen. Sicherlich können Sie dann auch noch ihre eigenen Gestaltungswünsche für ein paar Euro zusätzlich einbringen.
Falls es doch etwas Kleineres sein sollte, stehen den beiden „Banditen“ noch drei Ladys in Längen zwischen 19 und 25 Metern zur Seite: die Elégance 60’, die Elégance 80 ’ und die Vision 74’ (22,55 m), eine Motoryacht mit geschlossener Flybridge und einem Intérieur aus Walnussholz.

Mit "Nemo" trockenen Fusses in die Tiefe
Aber auch für Liebhaber anderer Gefährte bietet die boot 2009 einiges. Die größte Segelyacht ist die „Oyster 655“ in Halle 19. Die Gesamtlänge beträgt gut 20 Meter. Sie kommt von dem Unternehmen Oystermarine. Ein ganz anderes Fortbewegungsmittel für Unterwasser ist das kleine U-Boot namens „Nemo“ von der Firma Nemo Tauchtouristik GmbH & Co. KG. Geeignet ist es bis zu einer Tiefe von 100 Metern und bietet zwei Personen Platz. Bei einem Preis ab 100.000 Euro scheint die Aussage des Entwicklers Jürgen Herrmann „Wir wollten den Traum vom U-Boot fahren für eine breite Öffentlichkeit ermöglichen" vielleicht ein wenig zynisch. Aber wer hat’s, der hat’s.
Insgesamt werden rund 1800 Boote vorgestellt, vom Faltboot bis zur Megayacht. Ein Schwerpunkt scheint aber bei den kleineren Segelyachten um zehn Meter Länge zu liegen. Aus dieser etwas bescheideneren Kategorie stammt auch die „European Yacht of the Year 2009“ Es ist die „Océanis 31“, die kleine Schwester der „Océanis 39“ aus dem Hause Bénéteau www.beneteau.com. Mit einer Gesamtlänge von knapp 10 Metern wurde sie für ihre Funktionalität, Eleganz und Ästhetik ausgezeichnet. Die Océanis 31 wird als Zweikabinenversion mit einer Nasszelle angeboten. Eine etwas elegantere und komfortablere Exklusivversion kann ebenfalls geliefert werden. Man muss also auch in Zeiten der Krise nicht auf Alles verzichten.

Düsseldorf die Stadt der "boot 2009"
Filed under Blog, Luxusmesse, Luxusyacht by Astrid
