January 23, 2009

Bauträger von Luxusimmobilien senkt die Preise und verärgert damit die Anwohner

haysfarm.0112Das Atlanta Journal berichtet, die Bewohner einer Luxusresidenz am Kennesaw Mountain Natinal Battlefield Park, Atlanta, USA, seien über ihren Bauträger aufgebracht, da dieser die Preise für neue Luxusanwesen reduziert habe.

Ursprünglich begannen die Eigenheimpreise bei 500.000 US-Dollar, heute liegen sie für vergleichbare Immobilien bei unter 300.000 US-Dollar. Verständlicherweise verärgert dies die bisherigen Käufer. Das verantwortliche Unternehmen streut zusätzlich Salz in die Wunden der Anleger: die alte Werbetafel mit den ursprünglichen Preisen steht immer noch neben der neuen!

Audrey und Buddy Wagner erstanden ihre 5 Schlafzimmer und 4 ½ Badezimmer umfassende Villa mit 3 Garagen Mitte 2007. Alles war in Ordnung, bis die Preise um mehr als 200.000 US-Dollar im Vergleich zu Wagners Kaufpreis von 545.000 US-Dollar fielen.

Audry Wagner ist über den Wertverfall der Eigenheime entsetzt. Sie seien Rechtsanwälte, Wirtschaftsprüfer und Geschäftsleute und sie hätten hart dafür gearbeitet, in solchen Häusern leben zu können. Nun diese Herabsetzung auf 300.000 Dollar-Häuser zu sehen, sei frustrierend. Eine Erfahrung, die derzeit wohl viele Hausbesitzer mit ihr teilen.

Dennoch wirkt Mrs. Wagners Enttäuschung auch ein wenig naiv, sei es, da sie wohl nicht mit den Gesetzen des freien Marktes vertraut ist, oder sie glaubte die Oberschicht sei immun gegen die Auswirkungen der Finanzkrise, die nicht nur Amerika heimsucht.

Die aktuelle Situation in Atlanta entstand, als Laurel River, der ursprüngliche Bauträger insolvent wurde. Ein weniger renommiertes Unternehmen, Traton Homes übernahm die verbleibenden Zellen für einen bedeutend geringeren Preis als zuvor. Der Vertrag erlaubt es Traton Homes überdies, eine Planänderung hin zu weniger luxuriösen Eigenheimen (nur vier Schlafzimmer und zwei Garagen). Dies rechtfertigt wohl auch den auffälligen Preisunterschied.

Wie sich zeigt, ist eine realistische Preisgestaltung von Luxusbesitz der beste Weg, den Markt zu erreichen. Traton hat es in den letzten zehn Monaten geschafft 23 Häuser zu verkaufen. Das sollte, insbesondere in der derzeitigen Situation, ehr als Erfolg gewertet werden, nicht als Misserfolg.

Nichtsdestotrotz versuchten verärgerte Hausbesitzer Traton am Verkauf preisgünstigerer Anwesen hindern. Sie mussten jedoch herausfinden, dass dies nicht möglich ist.

Todd Pinkley von Traton Homes sagte, das Unternehmen sei der Auffassung, es wäre ehr im Interesse der Anwohner eine aktive Gemeinschaft mit bewohnten Häusern zu verschiedenen Preisen zu haben, als eine Residenz mit einer kleinen Anzahl bewohnter Häuser und Dutzenden von Leerständen.

Mrs. Wagner ist sich da nicht so sicher. Sie hätten sich die längerfristige Zukunft anders vorgestellt. Wenn sie ihren Besitz aber verlassen würden, hätten sie große Verluste. Was könnten sie also tun? Sie sitzen in der Klemme.

Idee: Mark Knowles ; Freie Übersetzung: Astrid

Filed under Blog, Luxusimmobilien by Astrid

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