March 9, 2009
Street with No Name: U2 legt Appartementturm auf Eis

Wenngleich die Irische Rockband U2 demnächst, zumindest temporär eine „eigene" Straße in New York haben wird, wird dieser Aktion ein wenig der Glanz genommen, wenn man die letzten Nachrichten über ihre zusammenbrechenden Investitionen in den Bau von Luxusappartements in den ehemaligen Docklands von Dublin hört.

So hätte der U2-Tower aussehen sollen
Vor noch gar nicht so langer Zeit hatte Bono und sein Team von Immobilienagenten mitgeteilt, sie planten einen Appartementturm in den Docklands von Dublin. Der Bau sollte das Symbol von Irlands superstarker Wirtschaft in einer der ärmsten Gegenden von Dublin werden. Der U2-Tower war als Irlands höchstes Gebäude geplant. Neben Luxusappartements sollte er auch Tonstudios beherbergen. Leider basierte die Stärke , wie in derzeit vielen Fällen, auf Überschuldung und Immobilienblasen, die nun geplatzt sind. Daher wurde das Projekt für unbestimmte Zeit verschoben.
Irland ist von der Krise stark betroffen, vermutlich auch durch die Verbindungen zur darnieder liegenden Isländischen Wirtschaft. Wie üblich zeigen die lokalen Politiker eher auf das weltweite Problem, das in den USA begann, als ihre eigene Verantwortlichkeit zu akzeptieren. Wie in vielen Teilen der Erde, ist der Immobilienmarkt völlig zusammen gebrochen; die Banken bekommen nach mehren Skandalen und Betrügereien Polizeibesuch; die Arbeitslosenzahlen steigen schnell und auch hier gibt es ein Notfallbudget, um die Krise zu einzudämmen.
Es ist wohl fair zu sagen, dass die einzige Rettung Irlands vor einem Bankrott wie in Island, die Euroadaption ist. Da war es schon etwas schockierend von einer Irischen Bank zu hören, die offensichtlich noch viel Bargeld hatte. Letzte Woche wurden 7,6 Millionen Euro, die Summe die von der Bank of Ireland kam, bei einem Raubüberfall in besagter Bank ergattert. 1,8 Millionen Euro wurden wieder gefunden, aber von dem Rest fehlt jede Spur. Vielleicht sollte Bono mal etwas dazu sagen, vielleicht findet er ja, was er sucht.
Idee: Mark Knowles ; Freie Übersetzung: Astrid
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