March 10, 2009

Sind Privatflugzeuge Luxusimmobilien?

Man muss nur wissen, was man will ...

Man muss nur wissen, was man will ...

Sollten Privatflugzeuge als Luxusimmobilien gelten? Ich glaube ja. Vielleicht sind sie sogar die teuersten Luxusimmobilien, die jemals gebaut wurden! Jeder, der einmal mit kommerziellen Flugzeugen geflogen ist und dabei wie Vieh behandelt wurde, träumt vermutlich davon einen Privatjet zu besitzen. Schwerlich lässt sich ein luxuriöseres, komfortableres, individuelleres, herrschaftlicheres und würdevolleres Reiseerlebnis vorstellen, als mit einer Privatmaschine, vorzugsweise einem Jet, zu fliegen.

Da die üblichen Fluggesellschaften in erster Linie öffentliche, kommerzielle Flüge anbieten, ist es möglich eine private Maschine in Betracht zu ziehen, insofern man so viel Geld hat, dass man nicht weiß, wohin damit. Beispielsweise Prinz Alwaleed bin Talal, ein Cousin des Saudi Arabischen Königs, gehört wohl zu diesen Leuten. Er ist der erste Privatmann, der sich den weltgrößten Jet gekauft hat, den Airbus A380. Dieses Flugzeug kann 9.000 Meilen ohne Zwischenlandung fliegen. So kann es in einem Rutsch, ohne Auftanken von Chicago in den USA nach Sydney in Australien gehen und noch viel weiter bei Zwischenlandungen.

Ein A380 über Dubai

Ein A380 über Dubai

Alwaleed bin Talal ist wohl einer der Reichsten Menschen auf unserem Planeten, aber auch für ihn könnten die Gesamtkosten schwindelerregend sein. Insbesondere, da derzeit niemand sagen kann, in welcher Höhe sie sich belaufen werden. Der Listenpreis für einen A380 liegt bei 320 Millionen US-Dollar, wohlgemerkt: ohne Innenausstattung. Das Innendesign soll mindestens 200 Millionen US-Dollar kosten und wird mindestens noch zwei Jahre bis zur Fertigstellung brauchen. Vorgesehen sind private Schlafräume, ein voll ausgestattetes Büro, eine geschwungene Cocktailbar mit einem übergroßen Fernsehschirm und ein Wellnessbereich mit Gymnastikraum, Whirlpool und Sauna. Wie die Daily Mail wohl richtig beschrieb, ist es als, träfe Lawrence von Arabien auf Star Wars. Alwaleed bin Talal wird auch noch eine mindestens 15-köpfige Crew benötigen, um überhaupt fliegen zu können. Es wird gemunkelt, Edese Doret Industrial Design wäre mit der Innenausstattung beauftragt und gab einige Photosimulationen heraus.

Ein Luxusjet benötigt selbstverständlich eine Luxusausstattung. Wer möchte schon Millionen für Velourssitze ausgeben? Donald Trump's 727-23 hat Sitze mit 24 Karat goldenen Sicherheitsgurtverschlüssen. Mark Cuban, der Besitzer des Dallas Mavericks NBA Basketballteams, hat in seine 767-277 Spezialsitze einbauen lassen, in denen selbst die größten Spieler des Teams komfortabel reisen können, das ist sicher mehr Luxus, als ihnen in so manchem Luxushotel geboten wird.

Idee: Mark Knowles ; Freie Übersetzung: Astrid

Filed under Blog by Astrid

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