April 2, 2009
Nicolas Cage verkauft Schloss Neidstein!
Wie viele Medien in den letzten Tagen meldeten hat Nicolas Cage sein Traumschloss, Burg Neidstein bei Etzelwang in Bayern nach nur knapp drei Jahren wieder verkauft. Nun ranken sich natürlich die Gerüchte über die Gründe …

Der Hollywood-Star hatte im Sommer 2006 das knapp 500 Jahre alte Anwesen von der Erbengemeinschaft der Familie von Brand für eine Summe zwischen 1,7 und 2 Millionen Euro gekauft. So wurde er Eigentümer des im Jahr 1513 von Jobst von Brand(t) wieder errichteten und im 19. Jahrhundert umgebauten Schlosses in der Oberpfalz. Zu dem Gebäude mit 900 m² Wohnfläche, die sich auf 28 Räume erstreckt gehören außerdem noch 165 Hektar Wald und Wiesen, die heute Teil des Naturschutzgebietes Schergenbuck sind.

Die Burg Neidstein gehört Nicolas Cage nicht mehr
Als erster Besitzer der Anlage wird im Jahre 1119 Neipert Nitstein, ein Ministeriale der Grafen von Sulzbach genannt. Laut Wikipedia erscheint zwischen 1240 und 1243 „Rupertus de Nietstein als Reichsministeriale. Nach dem Aussterben der Herren von Neidstein wohl am Ende des 13. Jahrhunderts gelangte die Burg in die Hände anderer Adelsgeschlechter, 1326 an Ludwig den Bayern. Die Wittelsbacher verpfändeten sie an Adelsfamilien. Am 10. Februar 1466 verpfändete Herzog Ludwig die Burg an Hans von Brandt (Prantner). Die Wiedereinlösung gegen 1500 Gulden erfolgte nie, Neidstein blieb ein Mannlehen derer von Brand(t). Die Freiherren von Brand waren Eigentümer bis zum Verkauf von 2006. An sie erinnern die brennenden Äste im Gemeindewappen von Etzelwang.
Bis Juli 1973 war es von Dr. Philipp Theodor Freiherr von Brand bewohnt, der mehrere Veröffentlichungen zum Schloss vorlegte. Da er keine Kinder hatte, ging das Schloss an seinen Neffen Theodor Philipp Rudolf von Brand, Bundesrichter in den USA. Am 19. Juli 2006 kaufte der Hollywood-Schauspieler und Oscar-Preisträger Nicolas Cage das Anwesen."
Dem US-Magazin People sagte er damals sehr enthusiastisch: „Mir gefällt besonders die Architektur und der riesige Wald [...] das ist, wonach ich suche, ein authentisches und gemütliches Zuhause." Darüber hinaus spekulierte die Gala und andere Medien, er habe die Burg „vor allem wegen seiner deutschstämmigen Mutter Joy Vogelsang erworben".
Dies scheint nun alles weniger wichtig zu sein, da Cage das Schloss an den Amberger Rechtsanwalt Konrad Wilfurth verkaufte, der laut Spiegel Online schon in Kontakt mit der Gemeinde bezüglich der zukünftigen Nutzung getreten sei. Zuvor war Wilfurth wohl Cages Berater, insbesondere bei der Renovierung der Anlage. Die von Heinrich Schwirzer vorgelegten Sanierungspläne waren nach Angaben der Süddeutschen Zeitung im April 2008 vom Etzelwanger Gemeinderat genehmigt worden. „Im Herbst waren die Grundmauern trockengelegt worden. Cage selbst hatte das Schloss angeblich zuletzt am Pfingstsamstag vergangenen Jahres mit dem Hubschrauber angeflogen, war seitdem aber nicht mehr in der Oberpfalz gesehen worden."

So hat Cage wohl sein Traumschloss zuletzt gesehen ...
Jetzt spekulieren die Medien darüber, ob auch Nicolas Cage in den Strudel der Finanzkrise gezogen wurde. Auch könnten die nicht vollständig realisierbaren Umbaupläne zu der Entscheidung beigetragen haben. Obdachlos wird Cage aber sicher nicht, der bekennende Immobilienfan besitzt weitere Eigenheime in Los Angeles und Louisiana, ein Anwesen im englischen Bath und das LaLaurie-Haus in den USA, in dem er jedoch laut Gala nicht übernachtet, da er sich vor Spuk fürchtet.
Filed under Blog by Astrid
