April 8, 2009
Prinz Charles attackiert Pläne für Luxusappartementanlage

Stahl- und Glas-Pavillions auf dem Gelände der Chelsea Barracks
Der britische Thronfolger Prinz Charles intervenierte bezüglich der Pläne einer Anlage für Luxusappartements in London - die ehemaligen Chelsea Barracks.

Prinz Charles mischt sich ein
Das Gelände wurde 2007 für 959 Millionen Britische Pfund an die Firmen Qatari Diar und Candy Brothers Construction verkauft, damit lag der Preis pro Acre (1 Acre = 4046,856 m²) bei 75 Millionen Britischen Pfund. Damals sprach die Times von Großbritanniens teuerster Luxusresidenz.
Der ursprüngliche Bebauungsplan von Lord Rogers entworfen, sah 350 Luxusappartements in zehngeschossigen Stahl- und Glas-Pavillons vor. Eine lokale Anwohnervereinigung stellte sich gegen diese Pläne, die dementsprechend geändert wurden: nun sind weniger Apartments und mehr Grünflächen vorgesehen. Allerdings handelt es sich immer noch um Stahl- und Glas-Kisten, gegen die sich nun Prinz Charles wehrte. Er schrieb an den Scheich Hamad bin Jaber Jasmin al-Thani, den Premierminister von Katar und Mitglied der im Land herrschenden Familie und bat ihn, das Schema zu überdenken. Ersatzweise schlug Charles einen klassischen Entwurf von Quinlan Terry vor, der sich mehr in das Umfeld eingliedern würde.
Zum Hintergrund sollte noch erwähnt werden, dass Charles schon zuvor Anstoß an den Entwürfen von Rogers genommen hatte, als er das Design für seinen Anbau der National Gallery als „montrous carbunkle" (in etwa: monströser Karfunkel) bezeichnete.

Das Gelände der Chelsea Barracks aus der Vogelperspektive
Londons Bürgermeister, Ken Livingston und andere Regierungsmitglieder sind betroffen über die Intervention des Prinzen, an einer Stelle, an der er nicht intervenieren sollte. Darüber hinaus werden sie jedoch auch nicht begeistert von der Übernahme von Great Britain PLC durch Katar sein, da sich schon die Barclays Bank im Besitz des Königshauses von Katar befindet. Von dieser gibt es Pläne für den höchsten Turm Londons, den Shard of Glass. Darüber hinaus wurde gerade eine Gasraffinerie in Wales eben vom Königshaus Katar fertiggestellt, diese soll 20 % des zukünftigen britischen Gasbedarf decken.
Nachtigall ik hör dir trapsen …
Idee: Mark Knowles ; Freie Übersetzung: Astrid
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